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Opt Out Cookie für Facebook Pixel erstellen

Dazu wird benötigt:

  • Der Google Tag Manager
  • Facebook Pixel
  • Die Datenschutzerklärung
  • Keine Programmierkenntnisse

Vorab – Der sicherste Weg um die Webseite datenschutzkonform zu betreiben ist auf Tracking Tools komplett zu verzichten. Für alle anderen gibt es hier die Lösung wir Webseitenbesucher das Tracking deaktivieren können.

OPT OUT für FACEBOOK PIXEL MIT DEM GOOGLE TAGMANAGER

Im Gegensatz zu Google Analytics bieten Facebook, Twitter und Co keine eigene Lösung zum Tracking Opt Out für deren Tracking-Lösungen. Datenschützer stellen auch immer wieder klar, dass die von Facebook angebotene Widerspruchsmöglichkeit für Werbung nicht nach dem Datenschutz ausreichend ist. Als Lösung bleibt nur, ein Opt Out für das Facebook Pixel und andere Trackingpixel selbst zu programmieren.

Funktionsweise

Grundsätzlich wird der Nutzer bei einer Opt Out Lösung im Gegensatz zum Opt In beim ersten Aufrufen einer Website getrackt. Beim Besuch kann er selsbt entscheiden ob er getrackt werden möchte oder nicht.

Diese Wahl muss vom Browser des Nutzers gespeichert werden und erfüllt somit die Anforderung, dass er dauerhaft auf dieser Seite nicht mehr getrackt wird. Technisch geschieht das mit Cookies oder persistentem Local Storage Object (LSO).

Nachfolgend soll die Lösung über ein Local Storage Object beschrieben werden. Welcher im Gegensatz zu einem Cookie kein Ablaufdatum hat.

in drei Schritten zum Opt Out

  1. Datenschutzerklärung anpassen
  2. Google Tagmanager einrichten
  3. Testen und publizieren

DATENSCHUTZERKLÄRUNG ANPASSEN

Um dem Nutzer die Wahl zu geben, muss in der Datenschutzerklärung nach dem Passus zur Verwendung des Facebook Pixels ein Hinweis auf die Deaktivierung des Facebook-Trackings mit der entsprechenden Funktion zum Setzen des Opt Outs eingefügt werden. Dieser kann beispielsweise wie folgt aussehen:

„Das Tracking ist aktiviert – Hier klicken um es zu deaktivieren“

Klickt der Nutzer auf den Link, um das Tracking zu deaktivieren, wird die Seite ohne das Facebook-Pixel neu geladen und der Text ändert sich, um dessen derzeitigen Status bezüglich seiner Trackingwahl anzuzeigen:

Dazu muss im HTML-Code an der entsprechenden Stelle folgender Code eingefügt werden:

<script>

if (localStorage.getItem(‚fboptout‘)) {

document.write(‚<span“>Tracking mit Facebook Pixel auf dieser Website ist deaktiviert. <a href=“#“ onclick=“dataLayer.push({\’event\‘: \’removefboptout\‘});“>Hier klicken um das Tracking zu aktivieren</a></span>‘);

} else {

document.write(‚<span“>Das Tracking über das Facebook Pixel auf dieser Website ist aktiviert. <a href=“#“ onclick=“alert(\’Sie haben sich erfolgreich von der Erfassung über das Facebook Pixel ausgeschlossen.\‘);dataLayer.push({\’event\‘: \’fboptout\‘});“>Hier klicken um Tracking zu deaktivieren</span>‘);

}

</script>

Dieser Code prüft, ob der Widerspruch bereits erfolgt ist, zeigt den entsprechenden Text und sendet bei einem Klickk an den Google Tagmanager per Event den Befehl.

GOOGLE TAGMANAGER EINRICHTEN 

Der Tagmanager ist ein tolles Tool um mehrere Tracker zu verwalten. Man benötigt keine Programmiere mehr sondern man kann vieles als Online Marketing Experte bearbeiten ohne eine Codezeile anzufassen.

Im Google Tagmanager müssen folgende Elemente hinzugefügt bzw. angepasst werden:

Hinzufügen: Funktion zum Erstellen des Local Storage Objects
Tag Typ: Benutzerdefiniertes HTML
Tag Inhalt:

<script>
localStorage.setItem("fboptout", "true");
window.location.reload(true);
</script>

Speichern und Trigger hinzufügen 

Hinzufügen: Trigger zum Erstellen des Local Storage Objects
Trigger Typ: Benutzerdefiniertes Ereignis
Ereignisname: fboptout
Trigger auslösen bei: Alle benutzerdefinierten Ereignisse

Hinzufügen: Funktion zum Erstellen des Local Storage Objects
Tag Typ: Benutzerdefiniertes HTML
Tag Inhalt:

<script>
localStorage.removeItem("fboptout", "true");
window.location.reload(true);
</script>

Hinzufügen: Trigger zum Erstellen des Local Storage Objects
Trigger Typ: Benutzerdefiniertes Ereignis
Ereignisname: removefboptout
Trigger auslösen bei: Alle benutzerdefinierten Ereignisse

Hinzufügen: Variable zum Auslesen des Local Storage Objects
Variablen Typ: Benutzerdefiniertes JavaScript
Name: ReadStorage.FBoptout (Der Name wird als Variable im nächsten Schritt gebraucht)
Trigger Inhalt:

<script>
function() {
return localStorage.getItem('fboptout')
}
</script>

Anpassen: Trigger des Facebook-Basiscodes
Trigger Typ: Bestehenden Trigger für das Facebook-Basispixel verwenden, je nach Konfiguration, “Seitenaufruf”, “Fenster geladen” oder “DOM ready”
Trigger auslösen bei: Ändern von “Alle Seitenaufrufe” in “Einige Seitenaufrufe”
Den Trigger auslösen lassen, wenn alle diese Bedingungen erfüllt sind:

<script>
ReadStorage.FBoptout
ist nicht gleich
true
</script>

Wer auf Nummer Sicher gehen will, passt außerdem noch die weiteren Trigger der Facebook Pixel Events nach dem gleichen Schema an.

TESTEN UND PUBLIZIEREN

Um die korrekte Funktionsweise zu testen, wird der Link geklickt, der auf der Datenschutzerklärungsseite eingefügt wurde. Dann sollte das Hinweisfenster erscheinen, dass der Ausschluss von der Erfassung erfolgreich war. Nach dem automatischen Neuladen (F5 drücken) der Seite sollte das Facebook-Pixel nicht mehr geladen werden. Dies kann über die Chrome Extension Facebook Pixel Helper oder Ghostery geprüft werden.

Um zu überprüfen, ob das Local Storage Object ordnungsgemäß angelegt wurde, werden die Chrome Developer Tools geöffnet (rechte Maustaste auf der Seite > Untersuchen) und in den Punkt Application gewechselt. Hier sollte in der rechten Spalte bei Storage > Local Storage > eigene URL der Key fboptout mit dem Value true gesetzt sein:

Wenn der Link nochmals geklickt wird, sollte das Local Storage Object wieder entfernt sein.

Wer einen Facebook Pixel verwendet, der muss Kunden informieren. Werden die Kunden für das Remarketing verwendet. Zum Beispiel die E-Mail Adressen an Facebook oder Google etc. weiter geleitet, dann muss der Kunde seine AUSDRÜCKLICHE Zustimmung geben. Wie das genau erreicht wird ist der eigenen Kreativität überlassen.