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Werbewiderspruchsrecht

Das  Werbewiderspruchsrecht kurz erklärt Das sogenannte Werbewiderspruchsrecht bedeutet, dass ein Betroffener gegenüber Ihrem Unternehmen der Nutzung seiner Daten für Zwecke der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung widersprechen kann. Dabei kann der Betroffene seinen Widerspruch allumfassend erklären oder auf spezifische Daten bzw. Werbeformen beschränken. Im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) finden Sie die entsprechende Regelung in § 28 Abs. 4. Das regelt die DS-GVO Auch mit der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ab dem 25.5. wird das Widerspruchsrecht fortbestehen. So verfügen die von Werbung betroffenen Personen laut Art. 21 Abs. 2 DS-GVO jederzeit über ein umfassendes Widerspruchsrecht. Macht eine Person von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch, ist die zukünftige Verwendung ihrer personenbezogenen Daten nach Art. 21 Abs. 3 DS-GVO für Werbung nicht mehr gestattet. Die Informationspflicht nach BDSG Muss ein Kunde für seine Bestellung im Internet oder etwa bei Abschluss eines Vertrags personenbezogene Daten wie seine Anschrift angeben, trifft Ihr Unternehmen eine Informationspflicht. Nach § 28 Abs. 4 Satz 2 BDSG muss der Betroffene die Information über die verantwortliche Stelle sowie über das Widerspruchsrecht früh erhalten – etwa bei der Ansprache zum Zweck der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung sowie bei der Begründung des rechtsgeschäftlichen oder rechtsgeschäftsähnlichen Schuldverhältnisses. Informations- und Hinweispflichten werden umfangreicher Auch gemäß den Regelungen der DS-GVO ist der Verantwortliche dazu verpflichtet, die betroffene Person auf ihr Widerspruchsrecht ausdrücklich hinzuweisen. Neu daran ist, dass die Hinweispflicht genereller gestaltet ist und alle Werbewege einschließt. Zusätzlich schreibt die DS-GVO vor: Der Hinweis muss mit der ersten Kommunikation erfolgen, verständlich formuliert und von anderen Informationen getrennt (vgl. Art. 21 Abs. 4 DS-GVO) für die betroffene Person verfügbar sein. Es droht, richtig teuer zu werden Zeigen Sie auf: Nimmt es Ihr Unternehmen mit dem Thema Werbewiderspruch nicht so genau, drohen Bußgelder. So kann der unterlassene Hinweis auf das Widerspruchsrecht gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 3 BDSG als Ordnungswidrigkeit gewertet werden und laut den Bestimmungen des § 43 Abs. 3 BDSG ein Bußgeld von bis zu 50.000 € nach sich ziehen. Werden personenbezogene Daten trotz Widerspruchs des Betroffenen weiterhin für Werbung verwendet, droht gemäß § 43 Abs. 2 Nr. 5b BDSG sogar ein Bußgeld von bis zu 300.000 €. Diese Beträge gehen aber bald als „Bußgeld-Schnäppchen“ in die Geschichte ein. Denn nach Art. 83 Abs. 5 Buchst. b DS-GVO sind bei unzulässigen Datenverarbeitungen zu Werbezwecken Geldbußen von bis zu 20 Mio. € oder von bis zu 4 % des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs möglich, je nachdem, welcher Betrag höher ist.   Der Datenschutzbeauftrage/Geschäftsführer  muss deshalb reagieren PRÜFEN und SCHULEN